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Allgemeine Geschäftsbedingungen

Diese AGB regeln die Nutzung der SepaGo-App durch Shopify-Händler. Sie gelten gegenüber Unternehmern im Sinne des §14 BGB. Stand: Juni 2026.

Inhalt

  • 1Geltungsbereich, Anbieter
  • 2Leistungsumfang
  • 3Vertragsschluss
  • 4Voraussetzungen, Mitwirkung
  • 5Preise und Abrechnung
  • 6Verfügbarkeit, Support
  • 7Pflichten des Händlers
  • 8Datenschutz, Auftragsverarbeitung
  • 9Geistiges Eigentum
  • 10Haftung
  • 11Laufzeit, Kündigung
  • 12Änderungen der AGB
  • 13Schlussbestimmungen
§ 1

Geltungsbereich und Anbieter

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge über die Nutzung der Software-as-a-Service-Anwendung SepaGo (nachfolgend „App") zwischen

Labrigart.Design GmbH
Zeppelinring 34
88400 Biberach an der Riß
Deutschland
E-Mail: service@sepago.io

(nachfolgend „Anbieter") und dem jeweiligen Vertragspartner (nachfolgend „Händler").

(2) Diese AGB richten sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von §14 BGB. Verbraucher im Sinne von §13 BGB sind nicht zum Vertragsschluss berechtigt.

(3) Entgegenstehende oder von diesen AGB abweichende Bedingungen des Händlers werden nicht anerkannt, es sei denn, der Anbieter hat ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zugestimmt.

§ 2

Leistungsumfang

(1) Der Anbieter stellt dem Händler die App SepaGo als Software-as-a-Service über den Shopify-App-Store zur Verfügung. Die App ermöglicht die automatisierte Abwicklung von SEPA-Lastschriftzahlungen für Bestellungen in dem mit SepaGo verbundenen Shopify-Shop des Händlers.

(2) Der Leistungsumfang umfasst insbesondere:

  • Einrichtung von SEPA-Mandaten beim erstmaligen Kauf eines Endkunden des Händlers über den Hosted Flow des Zahlungsdienstleisters GoCardless,
  • automatisierter Einzug folgender Bestellungen ohne erneute Kundeninteraktion,
  • regelbasierte Versandfreigabe (Dispatch-Regeln) anhand des Vertrauensstatus des Endkunden,
  • Adress-Verifikation bei abweichenden Lieferadressen folgender Bestellungen (Anti-Fraud-Mechanismus),
  • automatische Spiegelung von Refunds in Shopify zu GoCardless,
  • Anzeige des Mandate- und Zahlungsstatus im Shopify-Backend und auf der Bestellbestätigungs-Seite.

(3) Die eigentliche Zahlungsabwicklung (Mandate-Erfassung, Einzüge, Rückerstattungen, Settlement) erfolgt ausschließlich durch den Zahlungsdienstleister GoCardless Ltd. Zwischen Händler und GoCardless besteht ein eigenständiges Vertragsverhältnis, dessen Bedingungen direkt mit GoCardless geschlossen werden.

(4) Mahnwesen, Inkassodienstleistungen sowie die Vorfinanzierung ausgefallener Lastschriften sind nicht Bestandteil der Leistung.

§ 3

Vertragsschluss

(1) Die Darstellung der App und ihrer Funktionen auf der Website des Anbieters stellt kein bindendes Angebot dar, sondern eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots.

(2) Der Händler gibt sein Angebot ab, indem er die App im Shopify-App-Store installiert oder über die direkte Installations-URL des Anbieters den OAuth-Genehmigungsprozess durchläuft. Der Vertrag kommt zustande, sobald die Installation erfolgreich abgeschlossen ist und der Händler den Zugriff auf seinen Shopify-Shop autorisiert hat.

(3) Der Vertragstext wird beim Anbieter elektronisch gespeichert. Die geltende Fassung dieser AGB ist jederzeit unter sepago.io/agb abrufbar.

(4) Der Vertrag wird in deutscher Sprache geschlossen.

§ 4

Voraussetzungen und Mitwirkungspflichten des Händlers

(1) Voraussetzung für die Nutzung der App ist:

  • ein aktiver Shopify-Shop in einem unterstützten Plan (Basic, Shopify, Advanced oder Shopify Plus),
  • ein aktives Geschäftskonto bei GoCardless mit Berechtigung zur Annahme von SEPA-Lastschriftzahlungen,
  • eine gültige Anbieterkennzeichnung (Impressum) sowie eine wirksame Datenschutzerklärung im Shop des Händlers, die den Einsatz von SEPA-Lastschrift und die Datenverarbeitung durch GoCardless und SepaGo abdeckt,
  • die Einholung wirksamer SEPA-Mandate von den Endkunden des Händlers nach den Vorgaben des SEPA-Regelwerks und des Zahlungsdienstleisters.

(2) Der Händler ist verpflichtet, seine Zugangs- und Konfigurationsdaten (Versandregeln, freigegebene Länder, Checkout-Texte) sorgfältig auszuwählen und aktuell zu halten. Der Anbieter ist nicht verantwortlich für die inhaltliche Richtigkeit der vom Händler hinterlegten Texte.

(3) Der Händler stellt sicher, dass alle für die SEPA-Abwicklung relevanten gesetzlichen und vertraglichen Vorgaben in seinem Shop eingehalten werden, insbesondere die Vorgaben des Pre-Notification-Zeitraums, der Mandats-Referenz und der Gläubiger-Identifikationsnummer.

§ 5

Preise und Abrechnung

(1) Die Nutzung der App ist nutzungsabhängig vergütet. Es gilt das auf der Website des Anbieters zum Zeitpunkt der Bestellung veröffentlichte Preismodell.

Gebührenmodell SepaGo (Stand: Juni 2026):
Pro abgewickelter SEPA-Bestellung berechnet der Anbieter eine nutzungsabhängige Gebühr, bestehend aus einer Fixgebühr von 0,50 € zuzüglich 1 % des Warenkorbwerts, wobei der prozentuale Anteil bei 1,00 € gedeckelt ist – insgesamt maximal 1,50 € pro Bestellung. Bei einer Bestellsumme von 50 € fällt z. B. eine Gebühr von 1,00 € an (0,50 € Fixgebühr zzgl. 0,50 € = 1 % von 50 €), ab einer Bestellsumme von 100 € beträgt die Gebühr genau 1,50 €.

(2) Es entstehen keine monatlichen Grundgebühren und keine Setup-Kosten. Die Gebühr fällt ausschließlich für tatsächlich über die App abgewickelte SEPA-Bestellungen an.

(3) Alle Preise verstehen sich in Euro und zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.

(4) Die Abrechnung erfolgt monatlich nachträglich. Der Anbieter stellt dem Händler eine Rechnung über die im Abrechnungszeitraum aufgelaufenen Gebühren. Die Zahlung ist innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungserhalt ohne Abzug fällig.

(5) Die Abrechnung erfolgt über das Shopify-Billing-System gemäß den Vorgaben des Shopify-App-Stores. Mit der Installation der App stimmt der Händler dem Shopify-Billing für SepaGo zu.

(6) Davon unabhängig fallen Gebühren des Zahlungsdienstleisters GoCardless an. Diese werden direkt zwischen Händler und GoCardless abgerechnet und sind nicht Teil dieser Vereinbarung.

§ 6

Verfügbarkeit und Support

(1) Der Anbieter bemüht sich um eine möglichst hohe Verfügbarkeit der App. Eine garantierte Verfügbarkeit wird nicht zugesichert. Geplante Wartungsarbeiten werden, soweit möglich, außerhalb der üblichen Geschäftszeiten durchgeführt und vorher angekündigt.

(2) Ausfallzeiten durch Wartung, Updates, Störungen bei Drittanbietern (insbesondere Shopify, GoCardless, Cloud-Provider) oder höhere Gewalt zählen nicht als Ausfall im Sinne einer Schadensersatzpflicht.

(3) Support erfolgt per E-Mail an die im Impressum genannte Adresse zu üblichen Geschäftszeiten (Montag bis Freitag, 9–17 Uhr MEZ). Der Anbieter strebt eine Reaktionszeit von einem Werktag an.

(4) Der Anbieter ist berechtigt, die App jederzeit weiterzuentwickeln, Funktionen zu ergänzen oder zu ersetzen, soweit der vereinbarte Leistungsumfang im Kern erhalten bleibt.

§ 7

Pflichten des Händlers

(1) Der Händler nutzt die App ausschließlich für rechtmäßige Geschäftszwecke und im Einklang mit den Bedingungen von Shopify, GoCardless und den jeweils geltenden gesetzlichen Bestimmungen.

(2) Der Händler wird die App nicht dazu nutzen, betrügerische, sittenwidrige oder gegen das geltende Recht verstoßende Transaktionen durchzuführen.

(3) Der Händler trägt die Verantwortung dafür, dass seine Endkunden über die Verarbeitung ihrer Daten durch GoCardless und SepaGo informiert sind, insbesondere durch eine entsprechend angepasste Datenschutzerklärung im Shop.

(4) Im Falle einer Rücklastschrift oder Nichtzahlung ist der Händler selbst für das Mahnwesen und die Geltendmachung seiner Forderungen gegenüber seinem Endkunden verantwortlich.

§ 8

Datenschutz und Auftragsverarbeitung

(1) Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten der Endkunden des Händlers im Auftrag des Händlers. Die Parteien schließen daher einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) nach Art. 28 DSGVO ab, der die Bedingungen der Datenverarbeitung im Detail regelt.

(2) Der AVV ist auf Anforderung beim Anbieter erhältlich und gilt als Bestandteil dieser AGB, sobald er von beiden Parteien gegengezeichnet wurde. Bis zur formellen Zeichnung gelten die Mindestpflichten des Art. 28 DSGVO als vereinbart.

(3) Details zur Datenverarbeitung durch den Anbieter regelt die Datenschutzerklärung.

(4) Der Anbieter speichert keine Bankdaten der Endkunden. IBAN und BIC werden ausschließlich beim Zahlungsdienstleister GoCardless verarbeitet.

§ 9

Geistiges Eigentum

(1) Alle Rechte an der App, ihrem Quellcode, ihrer Oberfläche, ihren Texten, Logos und Grafiken stehen ausschließlich dem Anbieter zu.

(2) Der Händler erhält ein einfaches, nicht übertragbares, nicht unterlizenzierbares Nutzungsrecht an der App für die Dauer des Vertrags und ausschließlich zu den vertraglich vereinbarten Zwecken.

(3) Eine Bearbeitung, Dekompilierung oder Vervielfältigung der App außerhalb der durch zwingendes Recht gestatteten Grenzen ist untersagt.

§ 10

Haftung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, für die Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit sowie nach den Bestimmungen des Produkthaftungsgesetzes.

(2) Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei der Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten). Die Haftung ist in diesem Fall auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt.

(3) Im Übrigen ist die Haftung ausgeschlossen. Dies gilt insbesondere für:

  • Schäden, die durch Ausfälle oder Fehler bei Drittanbietern (Shopify, GoCardless, Cloud-Provider) entstehen,
  • finanzielle Schäden durch ausgefallene Lastschriften oder Zahlungsausfälle,
  • entgangenen Gewinn oder mittelbare Schäden,
  • Schäden durch unsachgemäße Nutzung der App durch den Händler oder seine Mitarbeitenden.

(4) Soweit die Haftung ausgeschlossen oder beschränkt ist, gilt dies auch für die persönliche Haftung der Mitarbeitenden, Vertreter und Erfüllungsgehilfen des Anbieters.

§ 11

Laufzeit und Kündigung

(1) Der Vertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen. Es gibt keine Mindestlaufzeit.

(2) Beide Parteien können den Vertrag jederzeit ordentlich mit einer Frist von 14 Tagen kündigen.

(3) Die Kündigung durch den Händler erfolgt durch Deinstallation der App aus seinem Shopify-Shop. Bereits angefallene Gebühren bleiben hiervon unberührt.

(4) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund für den Anbieter liegt insbesondere vor, wenn der Händler erheblich gegen seine Pflichten aus §7 verstößt oder die Funktionsweise der App durch sein Verhalten gefährdet.

(5) Bei Beendigung des Vertrags wird der Zugriff der App auf den Shopify-Shop des Händlers deaktiviert. Daten, die für die Erfüllung gesetzlicher Aufbewahrungspflichten benötigt werden (insbesondere Rechnungs- und Buchhaltungsdaten), werden entsprechend der gesetzlichen Fristen weiterhin gespeichert. Im Übrigen werden personenbezogene Daten gemäß der Datenschutzerklärung gelöscht.

§ 12

Änderungen dieser AGB

(1) Der Anbieter behält sich vor, diese AGB anzupassen, soweit dies aus rechtlichen, technischen oder organisatorischen Gründen erforderlich ist und der Händler dadurch nicht unangemessen benachteiligt wird.

(2) Änderungen werden dem Händler mindestens 30 Tage vor ihrem Inkrafttreten per E-Mail an die im Shopify-Konto hinterlegte Adresse mitgeteilt.

(3) Widerspricht der Händler den Änderungen nicht innerhalb von 30 Tagen, gelten sie als angenommen. Auf dieses Recht und die Folgen einer Nicht-Reaktion wird der Händler in der Mitteilung ausdrücklich hingewiesen.

(4) Widerspricht der Händler, ist der Anbieter berechtigt, den Vertrag mit Wirkung zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung außerordentlich zu kündigen.

§ 13

Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.

(2) Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist der Sitz des Anbieters, sofern der Händler Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.

(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, so bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen davon unberührt. An die Stelle der unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung tritt eine wirksame und durchführbare Bestimmung, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.

(4) Die Europäische Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung (OS) bereit, abrufbar unter ec.europa.eu/consumers/odr. Der Anbieter ist nicht verpflichtet und nicht bereit, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.

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