Recht & Praxis

SEPA-Lastschriftmandat einholen: rechtssicher & ohne Papierkram

Pflichtangaben, Fristen, CORE vs. B2B und digitale Mandate – alles, was du als Händler wissen musst, bevor du die erste Lastschrift einziehst.

Aktualisiert 14. Juli 2026 Lesezeit ca. 9 Min von SepaGo
Kurz & knapp

Ohne gültiges SEPA-Mandat keine Lastschrift. Das Mandat braucht klar definierte Pflichtangaben (u. a. Gläubiger-ID und Mandatsreferenz), jede Abbuchung muss per Pre-Notification angekündigt werden, und ungenutzte Mandate erlöschen nach 36 Monaten. Die gute Nachricht: Im Online-Handel sind digitale Mandate Standard – und wenn du SepaGo mit GoCardless nutzt, werden Einholung, Dokumentation und Ankündigung automatisch konform abgewickelt.

Die SEPA-Lastschrift ist die bequemste Zahlart für wiederkehrende Bestellungen – aber sie hat eine formale Eintrittskarte: das Lastschriftmandat. Wer hier schludert, riskiert Rücklastschriften, im schlimmsten Fall bis zu 13 Monate rückwirkend. Wer es sauber aufsetzt, hat dagegen jahrelang Ruhe. Dieser Leitfaden erklärt, was ein Mandat enthalten muss und wie du es im Shopify-Shop ohne Papierkram einholst.

Was ist ein SEPA-Lastschriftmandat?

Das Mandat ist die doppelte Erlaubnis deines Kunden: Er autorisiert dich, fällige Beträge von seinem Konto einzuziehen, und weist zugleich seine Bank an, diese Lastschriften einzulösen. Es gibt zwei Varianten:

SEPA-Basislastschrift (CORE)

Der Standard für Privat- und Geschäftskunden. Der Zahler hat ein bedingungsloses Erstattungsrecht von 8 Wochen ab Belastung – bei einer Lastschrift ohne gültiges Mandat sogar 13 Monate. Für den Online-Handel ist CORE die übliche Wahl.

SEPA-Firmenlastschrift (B2B)

Nur zwischen Unternehmen möglich. Der große Unterschied: kein Erstattungsrecht nach Einlösung – dafür muss die Bank des Zahlers das Mandat vor der ersten Abbuchung prüfen und hinterlegen. Das B2B-Mandat ist der Goldstandard gegen Rücklastschriften im Großhandel, erfordert aber einen zusätzlichen Schritt beim Kunden.

Die Pflichtangaben im Mandat

Digital statt Papier: das Mandat im Online-Checkout

Die klassische Vorstellung – ausdrucken, unterschreiben, zurückschicken – ist im E-Commerce praxisfern. Durchgesetzt haben sich digitale Mandate: Der Kunde gibt IBAN und Zustimmung in einem geführten Online-Flow, der Zahlungsdienstleister dokumentiert Zeitpunkt, Inhalt und Herkunft als Nachweis und verwaltet das Mandat über seine gesamte Laufzeit.

Genau so funktioniert es bei SepaGo: Dein Kunde durchläuft nach der Bestellung den abgesicherten Mandats-Flow von GoCardless (FCA-reguliert, PCI-DSS Level 1). Gläubiger-Setup, Mandatsreferenz, Dokumentation, Aufbewahrung – alles automatisch. Deine Server sehen die Bankdaten dabei nie, nur den Mandats-Status in Shopify.

Ein Mandat, unbegrenzt viele Einzüge. Das SEPA-Mandat gilt nicht pro Bestellung, sondern dauerhaft – bis es widerrufen wird oder 36 Monate ungenutzt bleibt. Genau darauf baut der Lastschrift-Autopilot auf: jede Folgebestellung zieht sich selbst ein.

Pre-Notification: die Ankündigungspflicht

Vor jeder Abbuchung musst du den Kunden informieren – die sogenannte Pre-Notification. Sie muss Betrag, Fälligkeitsdatum, Gläubiger-ID und Mandatsreferenz enthalten und standardmäßig 14 Kalendertage vor Fälligkeit zugehen. Wichtig für den Handel: Diese Frist lässt sich vertraglich verkürzen – üblich ist eine Verkürzung über die AGB, oft auf einen Tag. Eine E-Mail (z. B. die Bestellbestätigung mit den Pflichtangaben) genügt.

SepaGo verschickt die Ankündigung automatisch im richtigen Moment – du musst weder Fristen rechnen noch Mails bauen.

Gültigkeit, Widerruf & Erlöschen

Mandate einholen, ohne dich um Formalien zu kümmern

SepaGo + GoCardless übernehmen den kompletten Mandats-Lebenszyklus: Einholung im Checkout-Flow, Dokumentation, Pre-Notification, Verwaltung. Du siehst in Shopify nur noch: Mandat aktiv ✓

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Häufige Fragen zum SEPA-Mandat

Was muss ein SEPA-Lastschriftmandat enthalten?

Name und Anschrift des Zahlungsempfängers, Gläubiger-ID, eindeutige Mandatsreferenz, Name und IBAN des Zahlers, den Autorisierungstext mit Hinweis auf das achtwöchige Erstattungsrecht sowie Datum und Zustimmung.

Ist ein digitales Mandat ohne Unterschrift gültig?

Digitale Mandate sind im Online-Handel Marktstandard. Anbieter wie GoCardless erstellen das Mandat im geführten Checkout-Flow und übernehmen die konforme Dokumentation als Nachweis.

Wie lange vorher muss die Lastschrift angekündigt werden?

Standard: 14 Kalendertage. Vertraglich verkürzbar (üblich per AGB, oft auf einen Tag). Pflichtinhalte: Betrag, Fälligkeit, Gläubiger-ID, Mandatsreferenz.

Wie lange ist ein Mandat gültig?

Unbefristet – es erlischt erst nach 36 Monaten ohne Einzug oder durch Widerruf des Kunden.

Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung.

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