Shopify Zahlungsarten in Deutschland: der komplette Überblick
Karten, PayPal, Klarna, Rechnung, Vorkasse, Lastschrift – was kostet was, wo lauert Ausfallrisiko, und welche Kombination passt zu deinem Shop?
Für den deutschen Markt führt an Karten + PayPal + Klarna im B2C kaum ein Weg vorbei. Die eigentliche Stellschraube liegt woanders: Stammkunden und B2B zahlen am liebsten per Rechnung oder Lastschrift – und genau hier entscheidet sich, wie viel Gebühren und manuelle Arbeit hängen bleiben. SEPA-Lastschrift ist die einzige Zahlart, die sich komplett automatisieren lässt: einmal Mandat, danach zieht SepaGo jede Folgebestellung selbst ein – für maximal 1,50 € pro Bestellung.
Die Wahl der Zahlungsarten ist eine der am meisten unterschätzten Conversion- und Kostenentscheidungen im deutschen E-Commerce. Wer die falsche Auswahl anbietet, verliert Käufer im Checkout – wer die richtige anbietet, aber die Gebühren ignoriert, verliert Marge bei jeder einzelnen Bestellung. In diesem Überblick gehen wir alle relevanten Zahlungsarten für Shopify-Shops in Deutschland durch.
Die wichtigsten Zahlungsarten für deutsche Shopify-Shops
1. Shopify Payments: Karten & Wallets
Shopify Payments ist der hauseigene Zahlungsdienst und für die meisten Shops der Grundstein: Kredit- und Debitkarten, Apple Pay, Google Pay sowie Klarna laufen darüber. Die Gebühren sind prozentual und hängen von deinem Shopify-Plan ab (typisch ca. 1,9–2,9 % + Fixanteil). Vorteil: nahtlose Integration, schnelle Auszahlung, kein zusätzlicher Anbieter. Nachteil: prozentuale Kosten skalieren mit dem Warenkorb – und SEPA-Lastschrift fehlt komplett.
2. PayPal
In Deutschland fast Pflicht im B2C: Viele Käufer brechen ab, wenn PayPal fehlt. Dafür ist PayPal eine der teuersten Zahlarten (typisch ca. 2,5–3 % + Fixgebühr) und im Streitfall stark käuferfreundlich. Für hochpreisige B2B-Bestellungen ist PayPal aus Kostensicht kaum zu rechtfertigen.
3. Klarna: Rechnungskauf & Ratenzahlung
Der „Kauf auf Rechnung" ist die Lieblings-Zahlart vieler deutscher B2C-Käufer. Klarna übernimmt Risiko und Abwicklung, lässt sich das aber mit vergleichsweise hohen prozentualen Gebühren bezahlen. Gut für Neukunden-Vertrauen im B2C – teuer als Dauerlösung für Stammkunden.
4. Vorkasse / Banküberweisung
Praktisch gebührenfrei und ohne Ausfallrisiko: Du versendest erst, wenn das Geld da ist. Der Preis dafür ist Reibung – der Kunde muss manuell überweisen, du musst Zahlungseingänge abgleichen. Als Absicherung bei Erstbestellungen sinnvoll, als Haupt-Zahlart Conversion-Gift.
5. SEPA-Lastschrift
Die im DACH-Raum vertrauteste Zahlart überhaupt – und im Shopify-Kosmos die am meisten übersehene, weil Shopify Payments sie nicht anbietet. Dabei hat sie zwei einzigartige Stärken: Sie ist günstig (keine prozentuale Skalierung nötig) und sie ist die einzige Zahlart, die sich für Folgebestellungen vollständig automatisieren lässt. Der Kunde erteilt einmal ein Mandat, danach zieht sich jede weitere Bestellung selbst ein – wie ein Dauerauftrag, nur pro echter Bestellung. Genau das macht SepaGo für Shopify: max. 1,50 € pro Bestellung, Bankdaten bleiben beim Zahlungsspezialisten GoCardless.
6. Rechnungskauf im B2B (Zahlungsziel)
Im klassischen B2B läuft viel über Rechnung mit 14–30 Tagen Zahlungsziel. Das bindet Liquidität und erzeugt Mahnaufwand. Viele Händler kombinieren deshalb: Rechnung für die ersten Bestellungen, danach Umstellung auf Lastschrift – der Kunde behält seinen Komfort, du bekommst dein Geld automatisch.
Alle Zahlungsarten im Vergleich
| Zahlart | Kosten (typisch) | Ausfallrisiko | Automatisierbar? | Am stärksten für |
|---|---|---|---|---|
| Karten / Wallets | ca. 2–3 % + Fix | gering (Chargebacks möglich) | nein | B2C-Standard |
| PayPal | ca. 2,5–3 % + Fix | Käuferschutz-Fälle | nein | B2C-Vertrauen |
| Klarna Rechnung | hoch (prozentual) | trägt Klarna | nein | B2C-Neukunden |
| Vorkasse | ≈ 0 € | keins | nein (manuell) | Erstbestellungen |
| SEPA-Lastschrift (SepaGo) | max. 1,50 € / Bestellung | Rücklastschrift möglich | ja, vollautomatisch | Stammkunden & B2B |
| B2B-Rechnung | intern (Mahnwesen) | Zahlungsverzug | nein | Konservatives B2B |
Die Gebührenfrage entscheidet sich am Warenkorb. Bei 50 € Bestellwert sind 2,9 % nur 1,45 €. Bei 1.500 € B2B-Warenkorb sind es 43,50 € – pro Bestellung. Eine gedeckelte Zahlart wie Lastschrift (max. 1,50 €) spart hier über 95 % der Zahlungskosten.
Welche Kombination für welchen Shop?
- Reines B2C, kleine Warenkörbe: Shopify Payments + PayPal + Klarna. Die prozentualen Gebühren tun bei 30–80 € Warenkorb kaum weh, Conversion geht vor.
- B2C mit Stammkunden (Lebensmittel, Drogerie, Nachfüll-Sortimente): Standard-Setup plus SEPA-Lastschrift für Wiederbesteller – die bequemste Wiederkauf-Erfahrung: bestellen, fertig, keine Zahlungseingabe mehr.
- B2B / Großhandel: Vorkasse oder Rechnung für Erstbestellungen, danach Lastschrift als Autopilot. Gedeckelte Gebühr statt Prozente, kein Zahlungsziel-Hinterherlaufen.
- Hybrid (B2C + B2B): Zahlarten nach Kundengruppe steuern – Erstkäufer sehen Überweisung/Karten, verifizierte Stammkunden die Lastschrift. SepaGo unterstützt genau diese Aufteilung.
Die unterschätzte Lücke: automatischer Einzug bei Folgebestellungen
Alle oben genannten Zahlarten haben eines gemeinsam: Der Kunde muss bei jeder Bestellung aktiv zahlen – Karte eingeben, PayPal bestätigen, Rechnung überweisen. Für Shops mit wiederkehrenden Bestellungen ist das der größte versteckte Conversion-Killer. Die SEPA-Lastschrift ist die einzige Zahlart, die diesen Schritt komplett eliminiert: einmal Mandat erteilt, danach läuft jeder Einzug im Hintergrund.
SEPA-Lastschrift zu deinem Shopify-Setup hinzufügen
SepaGo ergänzt deine bestehenden Zahlarten um den Lastschrift-Autopiloten: einmal Mandat, danach zieht sich jede Folgebestellung selbst ein. 0 € Setup, max. 1,50 € pro Bestellung.
SepaGo kostenlos einrichtenHäufige Fragen zu Shopify-Zahlungsarten
Welche Zahlungsarten sollte ein Shopify-Shop in Deutschland anbieten?
Bewährt: Karten und Wallets über Shopify Payments, PayPal und Klarna für den B2C-Massenmarkt – ergänzt um SEPA-Lastschrift für Stammkunden und B2B sowie Vorkasse für risikoarme Erstbestellungen.
Unterstützt Shopify Payments SEPA-Lastschrift?
Nein. Shopify Payments deckt Karten, Wallets und Klarna ab, aber keine SEPA-Lastschrift. Für automatisierte Einzüge braucht es eine spezialisierte App wie SepaGo, die über GoCardless abwickelt.
Welche Zahlungsart hat die niedrigsten Gebühren?
Vorkasse ist praktisch kostenlos, bremst aber die Conversion. Unter den automatisierten Zahlarten ist die Lastschrift meist am günstigsten: über SepaGo maximal 1,50 € pro Bestellung – egal wie groß der Warenkorb ist.
Was passt am besten für B2B?
Rechnungskauf und SEPA-Lastschrift. Die Lastschrift hat den Automatisierungs-Vorteil: kein Zahlungsziel, kein Mahnwesen, der Einzug passiert von selbst.
